Samstag, 17. März 2012

Guy Delisle: Pjöngjang

Der Kauf von "Aufzeichnungen Aus Jerusalem" hat mich daran erinnert, daß ich noch etwas zu Guy Delisle schreiben wollte. "Pjöngjang" war der erste seiner Comics die ich gelesen habe und er ist immer noch mein Favorit. In kleinen Episoden erzählt er darin von seinen Erlebnissen in Nord Korea: Mal lustig, mal erschreckend und mal nachdenklich stimmend. Der sehr reduzierte Zeichenstil gefällt mir persönlich sehr gut, Guy Delisle konzentriert sich (so scheints) auf das Wesentliche. Trotzdem erscheinen seine Zeichnungen nicht karg oder gar langweilig. Tatsächlich machen es seine Zeichnungen sehr einfach sich vorzustellen man wäre an Guys Stelle in Pjöngjang (oder Birma oder eben Jerusalem). Man erlebt Dinge die man nicht versteht (und die vielleicht auch nicht zu verstehen sind). Man versucht dennoch sie zu verstehen und oft genug scheitert man an dem Versuch und läßt es halt bleiben und nimmt es wie es ist. Mir erscheint das (zusammen mit dem lakonischen Humor) zutiefst menschlich.


Buying "Jerusalem: Chronicles From The Holy City" reminded me that I wanted to write something about Guy Delisle. "Pyongyang: A Journey In North Korea" was the first one I read by Delisle and it is still my favorite. Episode like he tells us about his adventures in North Korea: Sometimes funny, sometimes frightening and sometimes thoughtful. I like his reduced drawing style a lot, Guy Delisle focuses on the essentials, and yet his drawings don't look sparse or even boring. Actually it makes it a lot easier to put yourself in his place in Pyongyang (or Burma or Jerusalem). You experience things you don't understand (and which sometimes are not to be understood). And yet you try to understand them, fail in doing so and just let them be. It seems very human to do so.

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