Sonntag, 14. April 2013

Urban Priol, 13.04.2013

Urban Priol ist seit vielen Jahren ein Begriff in der Kabarettszene. Tatsächlich hat er nach eigener Aussage vor etwa 30 Jahren "zusammen mit dem Dicken" angefangen Kabarett zu machen. Vielleicht erklärt das die zu Berge stehenden Haare: 16 Jahre "der Dicke" (Kohl), dann der Salonsozi und schließlich das "Ostgesteck" (Merkel), gegen die die Jahre des Stillstands unter dem Kanzler der Einheit wie ein laues Lüftchen sich anfühlen werden. Merkel (offenbar seine erklärte Lieblingsfeindin) prognostiziert Priol denn auch sieben (!) Legislaturperioden, nach denen sie dann von Gott abberufen wird. Aber was soll man auch von einer Kanzlerin halten die gesagt hat so lange sie lebe (!) werde es keine Euro-Bonds geben. Dazu Priol: "Interessantes Demokratieverständnis. Sie rechnet offenbar gar nicht mehr damit, daß sie mal.... vielleicht durch eine Wahl....". Gelächter im Publikum. 


Doch nicht nur die Regierungschefin und ihre "Enddarmbewohner" des Boulevardjournalisum, das Kabinett sowie diverse andere Nasen bekommen ihr Fett weg. Auch das Volk (also wir) bekommen immer wieder den Spiegel vorgehalten, wenn Priol in die Rolle des müden und schon nicht mal mehr bauernschlauen fränkischen Herrn schlüpft, der schlurfenden Ganges mit Stammtischstimme meint es sei doch gut wenn "der Staat" die Kosten übernehme. Oder so. Manchmal muß man sich wirklich wundern, warum es in diesem Lande nicht schon längst rumort und die Menschen auf die Straße gehen. Schließlich ist die Kanzlerin der Überzeugung es müsse eine "marktkonforme Demokratie" geben, während die Aigner Ilse lieber beim politischen Aschermittwoch eine Maß Bier trinkt während alle anderen europäischen Verbraucherschutzminister den Pferdefleischskandal diskutieren und der Ramsauer Peter mal wieder erst aus der Zeitung erfährt, daß der Flughafen in Berlin nicht fertig wird. 

Im Grunde muß Priol ja froh sein, daß so vieles so (sagen wir) merkwürdig in diesem Lande läuft. Und er gibt auch zu, daß es an seine Berufsehre geht: Die Regierung schreibt sein Programm ja quasi selbst. So lange dabei immer wieder drei kurzweiliege Stunden herauskommen: Nur zu!


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