Montag, 26. August 2013

... (oder: Das Recht Am Eigenen Bild)

Nach meinem ersten Ausflug zum Bike- und Skatepark war ich gestern nochmal dort um Photos von Menschen in Bewegung zu machen. Da spricht mich ein Junge an was ich denn photographieren würde. "So kreuz und quer.", antworte ich. Er mag das nicht und seine Mutter findet es auch nicht gut ohne vorher zu fragen Photos zu machen. Eine heikle Geschichte, denn das Persönlichkeitsrecht macht es tatsächlich möglich, daß das bloße Photographieren von Personen (auch im öffentlichen Raum) durchaus rechtliche Konsequenzen haben kann. 


Nachdem die Mutter meinte sie würde ein "merkwürdiges Gefühl" haben, wenn jemand Photos von Jugendlichen machen würde wies ich sie auf einen Herrn hin der ebenfalls Photos von Jugendlichen auf der Anlage machte. Das war für die Frau in Ordnung "so lange mein Junge da nicht drauf ist". Hm. Grundsätzlich habe ich nichts dagegen wenn sich Eltern Sorgen um ihre Kinder machen, aber was ist mit den Kindern der anderen? Da habe ich ein merkwürdiges Gefühl.

Ich bin kein Rechtsanwalt bzw. kenne mich in der Materie nur ansastzweise aus. Grundsätzlich respektiere ich es wenn jemand nicht photographiert werden möchte. Fraglich ist für mich (in der konkreten Situation) wie ich etwa 30 bis 40 Biker und Skater um Erlaubnis fragen soll bzw. ob es an einem sonnigen Nachmittag auf einem öffentlichen Platz mit diversen Schaulustigen an der Anlage (von denen einige auch -siehe oben- photographierten) und der Tatsache, daß die Photos nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, tatsächlich nötig ist um Erlaubnis/Zustimmung zu bitten. Immerhin werden von mir keine Photos gemacht die die Intimsphäre verletzen oder die Menschenwürde des Photographierten herabsetzen.

Lange Rede ohne Sinn: In Zukunft werde ich mich wieder darauf konzentrieren keine Menschen zu photographieren. Das ist wesentlich streßfreier (und nicht selten schöner). Und vielleicht werde ich mal ehemalige Lehrer/Schulen daraufhin abklopfen, ob zu meinen Klassen- und Jahrgangsphotos aus den 1980ern Zustimmungen gem. § 22 KunstUhrG vorliegen. Meines Wissens nach wurden diese ohne meine Einwilligung bzw. die meiner Eltern verbreitet!

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