Mittwoch, 28. Mai 2014

Pomplamoose

Patreon ist sowas ähnliches wie Kickstarter, nur daß man hier Künstler auf monatlicher Basis unterstützen kann. Schon mit einem US-Dollar (pro Monat!) kann man wunderbar bekloppte Leute unterstützen wie z. B. Pomplamoose (deren Mitglied Jack Conte die Idee zu Patreon hatte):


In diesem Video bewerben Sie auch Patreon und die Tatsache, daß man sie nun dauerhaft unterstützen kann.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Adios, Arminia!

DAS sah schon nicht gut aus....

Aufatmen. Nicht schön, dafür spannend.

So nicht, Jungs!

Respekt. Jetzt gilts!

Adios, Arminia.

Montag, 19. Mai 2014

THE ANSWER! - Never


Ich bin ein Fan von dem was man so als "Crowdfunding" kennt. Ein paar kleinere Projekte habe ich bereits unterstützt und das eine oder andere läuft noch. Eins davon ist THE ANSWER! aus Zagreb.

THE ANWSWER! kann man bei Kickstarter unterstützen!
Hier gibt es noch mehr Musik zu hören - und zu sehen.


Mittwoch, 14. Mai 2014

Zitat

"Ich lebe sehr passiv. Es mangelt mir an unmittelbaren Erfahrungen."

aus: Nelly & Monsieur Arnaud

Montag, 12. Mai 2014

David Small: Stiche


"Ich war sechs." So beginnt dieser wunderbare grafische Roman von David Small. Er verarbeitet dort Erinnerungen an seine Kindheit und Familie. Letztere als "disfunktional" zu beschreiben wäre wohl noch untertrieben. Was er erlebt erscheint kafkaesk, und es ist schon erstaunlich, daß es Small am Ende zu einem offenbar einigermaßen normalen (und erfolgreichen) Leben als Erwachsener geschafft hat.

Die Familie ist geprägt von Schweigen. Die Mutter ist "zornig und stumm", leidet unter ihrer Abnormität (sie hat das Herz auf der rechten Seite) und unterdrückter Homosexualität. Der Vater ist Arzt. Er arbeit und raucht viel. Als Ventil für seinen Zorn hat er einen Punchingball im Keller installiert. Über Gefühle wird in der Familie nicht gesprochen. Sie werden unterdrückt wie so vieles in dieser Familie und später auch Davids Stimme.

So wächst David Small auf, verliert sich in Phantasien, Literatur und eigenen Zeichnungen. Mit vierzehn wird er operiert, eine vor Jahren festgestellte Zyste am Hals soll entfernt werden. Doch als er aufwacht kann er nicht mehr sprechen, denn ihm wurde auch die Hälfte der Stimmbänder entfernt. Schließlich entdeckt er, daß es nicht nur eine Zyste sondern Krebs gewesen ist und schließlich gesteht ihm sein Vater (wie immer rauchend), daß er für die Erkrankung seines Sohnes verantwortlich ist. David war als Kind oft krank gewesen und sein Vater hatte ihn (wie damals wohl üblich) wegen Stirnhölenproblemen oft geröntgt...

David Small ist ein beeindruckender und bedrückender grafischer Roman gelungen. Die Kälte und Grausamkeit der Eltern (die meiner Meinung nach eben nicht dachten sie würden das beste für ihr Kind tun, jedenfalls nicht die Mutter dachte so) erschüttert extrem. Man betrachte nur das mittlere Panel auf Seite 20 dieser Ausgabe: Der kleine David liegt auf dem Behandlungstisch, über ihm der riesige Röntgenapparat. Der unschuldige Kinderblick mitsamt leicht geöffnetem Mund zeigt genau, daß er nicht weiß was hier geschieht. Aber auch, daß er es nicht verhindern kann. Was dem Kind schließlich angetan wird ist kaum zu ertragen und man mag sich nicht vorstellen was in ihm vorgegangen sein muß als er diese (seine) Geschichte gezeichnet hat. In den Danksagungen spricht er von einem "Martyrium" und das dürfte es wohl treffen. In vielen Panels wird nicht geredet und es gibt auch keine Erklärungen aus dem "Off". Hier verläßt sich Small zu Recht auf seine Zeichenkunst. Vor allem die Gesichtsausdrücke bleiben in lebhafter Erinnerung. Auch diese zeigen häufig zornige Züge. Wie gesagt: Über Gefühle wird in der Familie nicht gesprochen.

Die Geschichte geht unter die Haut, die Zeichnungen stärken den Eindruck von Gefühlskälte und Grausamkeit. Kein Comic für jeden Tag. Aber ein guter Comic.


Freitag, 9. Mai 2014

Epic Mail Fail


Das kommt davon wenn man vergißt die automatische Antwortmail zu ändern (oder zu deaktivieren).

Mittwoch, 7. Mai 2014

Dieter Goes Hi-Fi

Meinen letzten Plattenspieler habe ich in den 1990ern gekauft. Puh, das ist schon weit über 10 Jahre her. Tatsächlich waren es damals gleich zwei Geräte sowie ein kleines Mischpult (Reloop anyone?). Strikt zum Spaß, ich wollte kein DJ sein (oder werden), dazu verstehe ich auch zu wenig von Tanzmusik oder Musik im allgemeinen. Irgendwann jedoch verflog die Lust am mischen und es blieb ein Plattenspieler in der Wohnung, der Rest wanderte in den Keller. Dieser eine tat nun pflichtschuldig seinen Dienst, aber schließlich dämmerte es mir, daß das Gerät doch nicht so tolle Töne produzierte wie sie von den Musikern mit viel Mühe eingespielt worden waren. 

Was also tun? Als absoluter Novize versuchte ich mich in einem Forum zu informieren, bekam so aber kaum mehr als eine Vorstellung vom Preis für ein vernünftiges Gerät. Also Beratung vor Ort? Auch das wurde im Forum immer wieder gesagt, lieber nicht Online kaufen (schon gar nicht gebraucht). Ja. Also betrag ich mit allem Mut Anfang des Jahres ein hiesiges Fachgeschäft und wurde schnell eines noch besseren belehrt: Mit dem Budget aus dem Forum (zugegeben: mehr oder minder selbst zusammengereimt) war schon was zu holen, aber nicht was ich so wollte. So ein Rega (RP 1) ist zwar schön schlicht, aber jedes Mal den Plattenteller abnehmen wenn ich die Geschwindigkeit ändern möchte? No way! So ein beinharter Brit-Fan bin ich dann auch wieder nicht. 

Man riet mir schließlich zu einem Gerät von Clear Audio (Concept). Noch immer schlicht und schön anzuschauen, aber eben auch mit einem dicken Drehknopf, der sogar 78 rpm erlaubt! Toll, damit kann ich also Schellack-Platten abspielen? Abwarten. Zunächst wurde noch ein Probehören vereinbart. Sowas hatte ich bisher immer als Humbug abgetran, aber auch hier wurde ich eines besseren belehrt. Der Rega klang gut. Sehr gut sogar (nach meiner Laienmeinung). Doch der Clear Audio war dann doch noch hörbar (!) besser. Voller und runder und überhaupt. Einfach ein besserer Klang. Dumm nur, daß er dann auch gleich das doppelte des ursprünglichen Budgets kosten sollte. Das hat dann auch dazu geführt, daß ich etwa zwei Monate haderte und nachdachte. Aber:

Erste abgespielte Platte: "Made In Heaven" (Queen)
Nun steht er da und beeindruckt mich enorm. Ein gewaltiger Unterschied zu früher. Es macht es wieder richtig Spaß Musik auf Vinyl zu hören. Ich weiß gar nicht wieviele Platten die ich seit Ewigkeiten nicht mehr angehört hatte, in den letzten Tagen wieder klingen durften: Spear Of Destiny (Never Take Me Alive), Pete Townshend (Face The Face), Pulp (Babies), Lemonheads (Luka), The Charlatans (Love Is The Key)... und das sind alles nur Schmuckstücke auf 7"... 


Also hat sich die Investition und die lange Bedenkzeit gelohnt? Auf jeden Fall. Bei den guten alten Vinyl-Platten macht der Plattenspieler (bzw. das System) das meiste aus wenn es um den Klang geht. Die besten Lautsprecher oder ein famoser Verstärker nützen kaum etwas, wenn das System für den Ärmel ist. Meine gut 20 Jahre alten Sony-Bausteine funktionieren jedenfalls noch immer, und mit etwas Glück ändert sich daran auch so schnell nichts. Warum auch? Der Verstärker ist zur Zeit das einzige Teil das ein wenig zu tun bekommt.