Dienstag, 1. Dezember 2015

Bank XIV

September - 2013 - September

Sonntag, 1. November 2015

Bank XIII

September - 2013 - September

Dienstag, 20. Oktober 2015

Tocotronic - Prolog

Ein zweites unbetiteltes Album, dieses Mal in rot. "Die Welt" nennt es das "vielleicht schwulste Album der Welt", warum auch immer. Gut, es geht um Liebe. Aber was ist daran schwul? Wohl wahr: Die Liebe war bisher nicht so wirklich das große Thema der Band, doch Dirk von Lowtzow fand nun ebenso einfache wie geniale und vor allem schöne Zeilen für das Thema aller Themen.



Vorab gab es die Single "Prolog", auch als 10" aus transparentem Vinyl, auf der A-Seite mit der falschen Geschwindigkeitsangabe ("33 UPM") versehen, auf der Rückseite mit einem hübschen Remix von Tyler Pope, der vor allem das "baaah-ba-ba-baaah" noch mehr verspielt. Das Lied selbst ist ebenso einfach wie schön und wie üblich lässt der Text wohl mehrere Interpretationen zu: Erste Liebe, (erstes) verliebtsein oder nach der Party aufwachen, die Gifte im System spüren und sich fragen was das alles soll, Briefe schreibend an die Freunde in ihrer Oase der Langeweile. Wie auch immer: Diese Single ist ein neuer Beweis dafür, daß es nicht notwendigerweise immer so sein muß, daß sich ein Text in den Vordergrund drängt. Man kann Tocotronic genießen oder diskutieren, sehr wahrscheinlich sogar beides. Oder man tanzt dazu den eigenen Hass. 

Tocotronic - Prolog - 10" - Rock-O-Tronic/Vertigo/Universal 060254720764

Montag, 19. Oktober 2015

Akte X - Reopened?!

"Akte X" war in den 1990ern eine der großartigsten Serien überhaupt. Vielleicht sogar DIE großartigste. Zwei FBI-Agenten gehen mysteriösen Fällen aus der Gegenwart (und Vergangenheit) nach. Es gibt Monster, Außerirdische, Verschwörer, Sekten und Sekrete. Zimperlich war man damals nicht: Man sieht verkohlte Leichen, skrupellose und gefühlskalte Menschen die sich für Gott halten und in einer Folge tötet eine Art Mutant die Mutter eines blinden Mädchens. Vergessen sollte man auch nicht, daß "Akte X" die Mutter aller Mysteryserien ist: "Profiler", "Lost", "The Sentinel" oder auch (im weiteren Sinne) "The Mentalist" lassen sich wohl auf die X-Akten zurückführen.

Die beiden famosen Hauptdarsteller David Duchovny und Gillian Anderson wurden in ihrer Arbeit immer wieder von tollen "Neben"darstellern unterstützt: Jack Black, Lucy Liu und Seth Green haben kleine Rollen und keine geringere als Jodie Foster lieh einer bösartigen Tätowierung (!) ihre Stimme. Duchovny und Anderson spielten ihre Rollen mit viel Würde und einer prise Selbstironie. Die vor allem auf gegenseitigem Respekt basierende Beziehung der beiden blieb im Prinzip bis zum Ende glaubhaft, auch wenn ihre Geschichte (die zur "Mythologie" der Serie gehört, in der es eigentlich um eine Verschwörung einer Schattenregierung geht) im Lauf der Serie arg strapaziert wurde (gemeinsames Kind, aber nur durch künstliche Befruchtung).

Wie auch immer: Nach verflixt guten 5 Staffeln gab es 1998 einen ersten Kinofilm und anschließend ging es mit der Serie bergab. Die guten Folgen wurden rar, Duchovny hatte eigentlich keine Lust mehr und trat gegen Ende nur noch sporadisch auf. 2002 war Schluß. Danach gab es noch einen weiteren Kinofilm, der aber nur das Niveau einer durchschnittlichen Episode der Reihe erreichte. Außerdem litt er in Deutschland an der "fremden" Synchronstimme für Duchovny. Ein trauriges Ende für eine ehemals wegweisende Serie.

Doch nun....


Samstag, 17. Oktober 2015

Tocotronic Live In Bielefeld 2015

Nach knapp zwei Stunden entlässt Bielefeld (das, so versicherte man Dirk von Lowtzow während des Konzerts, ja nichts anderes hat) die Tocos in die Nacht - oder ist es anders herum? Immerhin, den Regen konnte die Musik vertreiben.



Nach vielen Jahren in denen die Band im kleinen Forum zu Bielefeld gastierte gab sie heuer ihr Debüt im Ringlokschuppen, dort allerdings im kleinen Saal. Der Wechsel der Lokalität (man muß es gestehen) stand der Band sehr gut: Die Bühne leidlich größer und mehr Platz für die kleine aber feine Lichtanlage gab es auch. So betraten die vier Tocos unter frenetischem Beifall die Bühne. Das Publikum war von der kurzzeitig zum Duo geschrumpften Band "Sarah and Julian" mit schmusigem (leicht elektrifiziertem) Singer/Songwriter/Folk auf die Hauptattraktion des Abends eingestimmt worden. Natürlich begann es mit "Prolog" aus dem wunderbaren (roten) Album, welches unnachahmlich beweist: Über Liebe kann man auch auf deutsch singen (ohne peinlich zu werden). Toll! Doch es wird noch besser: "Du bist ganz schön bedient", "Digital ist besser" sowie "Samstag ist Selbstmord" aus den frühen Jahren reihen sich selbstbewußt an neue Songs wie "Ich öffne mich", "Zucker", "Rebel Boy" oder "This boy is Tocotronic". Nach wie vor ist kaum zu glauben, daß die ältesten Titel bereits 20 (in Worten: zwanzig) Jahre alt sind. 

Seltsamerweise/leider/zum Glück sieht man aber eher nicht zwei Generationen von Fans beim Konzert. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind die Zuhörer mit den Mitgliedern der Band gealtert, haben wie diese die Trainingsjacken längst abgelegt - nicht aber den Zorn der aus Titeln wie "Aber hier leben, nein danke" schallt. Immerhin: Die Punkattitüde ist noch irgendwie vorhanden ("Sag alles ab"), doch dominiert eindeutig der Rock, den man mit ordentlich Guitahrenfrickelei verfeinert. Sowohl von Lowtzow (der mal wirkt als wolle sein Instrument nicht so wie er und mal als ob die Musik nur durch ihn hindurchfließt) als auch Rick McPhail (wirkt meist stoisch, ist aber immer da wo er sein soll) bearbeiten ihre Instrumente mit echter Hingabe. Jan Müller (von Lowtzow: "Für immer jung") spielt seinen Bass meist auf der Stelle hüpfend und zappelnd, während immer wieder fast spitzbübische Grinser ins Publikum oder zu den Kollegen gehen. Arne Zank am Schlagzeug mag manchmal unscheinbar wirken, doch nicht nur sein Fanclub ("Arne!!!") würde ihn schmerzlich vermissen wenn ein anderer den Takt vorgeben würde.

Nur gemeinsam schaffen die vier Tocos die einzigartige Mischung aus Lärm, Melodie und Lyrik, die die Band ziemlich unverwechselbar und (darf man das sagen?) einzigartig macht. Leider verlassen sie schon nach viel zu kurzen 75 Minuten das erste Mal die Bühne, um einen etwa halbstündigen zweiten Konzertteil nachzuschieben. Die Zugabe endet dann standesgemäß mit der Feedbackorgie "Explosion". Doch das Publikum will sich damit nicht zufrieden geben und fordert vehement eine Zugabe. Die kommt dann auch: "Freiburg". Zwar in einer sehr kurzen Version, aber immerhin. Auf dieser Tour gab es diesen Bonus anderswo nicht. 

Insgesamt ein runder (wenn auch viel zu kurzer) Abend mit einer (bzw. zwei) tollen Band(s), bei der (denen!) man sich wirklich darauf freut wenn es heißt "Bis zum nächsten Mal!". 

(Dank an Steve -Stevie?- aus Luxemburg für ein paar Bonusinformationen.)

Sonntag, 11. Oktober 2015

Herbst

Puh, der Sommer ist echt vorbei. Morgens friert man sich was ab, mittags scheint die Sonne und abends wird es gruselig. Da macht es Spaß sich an sonnigere Tage zu erinnern. Und Besucher von damals..




Freitag, 9. Oktober 2015

Herzlichen Glückwunsch, John!

I don't weep at night
I call your name

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Bank XII

September - 2013 - September

Dienstag, 1. September 2015

Bank XI

August - 2013 - August

Montag, 31. August 2015

Mittwoch, 26. August 2015

Coldplay: Speed Of Sound

Vor 10 Jahren (!!) schickte sich die Band Coldplay an U2 zu beerben. Das Album "X+Y" war toll und die dazugehörigen Singles Ohrwürmer, die man live mit Schwung vortragen konnte - das war schon meilenweit vom Album "Parachutes" entfernt. Neben dem famosen "Talk" (mit genehmigtem Kraftwerk-Schnipsel) wurde "Speed Of Sound" ebenso ein Hit dem man sich nicht entziehen konnte, vschon gar nicht in der fast vorbildlichen Version als 10" aus transpartentem Vinyl. 

Doch danach ging es mit der Band bergab. Zusammen mit Brian Eno schaffte man noch ein tolles Album, danach folgten unaussprechliches und Geistergeschichten die niemand hören wollte.

Coldplay - Speed Of Sound - limitierte 10" - Parlophone 10R6664 - 2005

Montag, 24. August 2015

Donnerstag, 20. August 2015

Simple Minds - Promised You A Miracle

1987 war das Jahr in dem eine gewisse Band aus Irland ihr meistverkauftes Album ("The Joshua Tree") veröffentlichte. Damit überholte sie endgültig die schottischen Simple Minds, welche ihnen ansonsten fast immer einen halben Schritt voraus gewesen waren. 1987 veröffentlichten diese ein Live-Album und eine dazugehörige Single. Sie enthielt eine nette Version von "Promised You A Miracle" (welches bereits 1982 Single gewesen war). Unter anderem erschien diese auch als 10" Single mit einem Poster, welches nochmal das Innencover des Live-Albums zeigte: Simple Minds beim Konzert in Locarno, die Bühne (so scheint es) steht mitten auf dem Marktplatz und auf den Balkonen drängen sich die Leute. Das Publikum vor der Bühne ist auf dem Photo seltsam unaufgeregt und reglos. Gefällt ihnen überhaupt was sie da sehen und hören? Die Bühne selbst ist der damals übliche Quader, links und rechts flankiert von großen Bannern mit dem Bandnamen und Friedenstauben. Bildschirme? Leinwände? Fehlanzeige. Those were the days. Trotzdem steht das Photo in krassem Gegensatz zum Selbstverständnis der Band. Diese sei, so Jim Kerr, vor allem eine Liveband. Und tatsächlich konnte sich der Autor von den durchaus vorhandenen Konzertqualitäten der Band mehrfach überzeugen. Um so trauriger, daß die Band die Aufnahmen zu Album und Single nachträglich meinten bearbeiten zu müssen. So ist das Publikum fast gar nicht zu hören (eine Seltsamkeit, die sich auch auf folgenden Veröffentlichungen fortsetzte und erst mit "Live at the Hydro SSE" änderte) und auch die Instrumente scheinen eher unter Studiobedingungen eingespielt worden zu sein. Doch einen guten Song (und das ist "Promised You A Miracle") kann das nicht zerstören. 


Die Band schmeißt sich mit Verve in den Song, Jim Kerr ist ganz gut bei Stimme und vor allem Mick MacNeils Keyboards orchestrieren das Arrangement wie man es sich heute wohl nicht mehr trauen würde. Doch klingt hier kaum etwas nach den 80ern, welk klingt ander! Auf der Rückseite gibt es übrigens eine von der Studioversion sehr abweichende Version von "Book Of Brilliant Things", sie besteht zu einem nicht unerheblichen Teil aus "Five To One" von den Doors. Und dann gibt es da noch die famose Interpretation von "Celebrate", welche allein schon den Kauf der 12" rechtfertigt, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Simple Minds - Promised You A Miracle - limitierte 10" mit Poster - Virgin SM2 10 - 1987


Samstag, 1. August 2015

Fleißiger Flix

Comiczeichner Flix ist fleißig gewesen. Seit geraumer Zeit warten die geneigten Fans auf die Veröffentlichung von "Schöne Töchter", einer seit 2010 laufenden Serie. Im Zwischennetz konnte man nun ein vom Künstler handsigniertes Exemplar vorab bestellen. Wie Flix auf seiner Heimseite kundtat haben nicht weniger als 1122 Vorbestellungen vorgelegen. Diese hat er wohl am 30.07. signiert und anschließend wurden sie versendet. Tja, und was war heute im Briefkasten....?


Danke!

Bank X

August - 2013 - August

Samstag, 18. Juli 2015

Pimpinella

Puh, bei der Hitze soll man ja viel trinken. Da entdeckte ich im Getränkegroßhandel meiner Wahl ein Produkt mit vielversprechendem Namen. Erhältlich in vier völlig unnatürlichen Farben! An den Rotton habe ich mich noch nicht getraut, der Rest.. äh.. ist ganz OK, wobei blau ('Anis-Limette') eher gar nicht geht.

Mittwoch, 1. Juli 2015

Bank IX

August - 2013 - August

Donnerstag, 18. Juni 2015

Planning

Quelle: www.xkcd.com

"Autopilot" als Erklärung warum Menschen die Kontrolle über ihr Leben an Google und Facebook übergeben (nachdem sie selbst Atomwaffen usw. gebaut haben). Wie großartig ist DAS denn?

Sonntag, 7. Juni 2015

Zitat

Do you think it's healthy to obsessively collect things? Can't connet with other people so you fill your life with stuff.

aus Ghost World

Montag, 1. Juni 2015

Bank VIII

Juni - 2013 - June

Samstag, 30. Mai 2015

Bernard Sumner: Halbgare Autobio

New Order ist eine seltsame Band. Diese merkwürdige Mischung aus Rock und Elektronik klang und klingt noch immer ungewohnt. Dennoch kennt man ziemlich viele ihrer Singles, auch wenn diese (bis auf "Blue Monday") in Deutschland nie wirklich in den Charts gelandet sind. Na, und dann erst Joy Division! Diese Band umgibt eine geheimnisvolle Aura, schon allein wegen Ian Curtis. Da möchte man doch gern mal hinter die Kulissen schauen - oder? Na klar, und Bernard Sumners Autobiographie verspricht dazu nicht weniger als "die ganze Wahrheit" (Klappentext).

Doch schon ziemlich zu Anfang rudert Sumner selbst zurück. Er schreibt er sei ein zurückgezogener Typ, der nur selten Einblick in sein Privatleben gewährt hätte. Tja, und das ändert sich mit diesem Buch auch nicht (um es gleich vorweg zu nehmen). Klar, saftige Details wie Sex, Drugs und Rock'n'Roll erwartet man hier ohnehin nicht, obwohl es zu einigen Eskapaden in den letzten 30 Jahren gekommen ist, was nicht zuletzt auch zu gesundheitlichen Problemen bei ihm geführt hat. Aber das, und im Grunde auch den ganzen Rest, wird in dem gut 300seitigen Buch nur angerissen. Nach der Lektüre ist man kaum schlauer als nach einem 10seitigen Special im deutschen Rolling Stone, zumindest was einen echten Blick hinter die Kulissen angeht. 

Bernard Sumner wächst in eher nicht so privilegierten Verhältnissen in Manchester auf. Er lernt Peter Hook kennen und interessiert sich für Kunst. Offenbar ist er auch begabt, doch seine Familie möchte ihn nicht als Studenten sehen. Er soll Geld verdienen und kommt so zu ersten Jobs, immerhin in einer Werbeagentur. Nach dem berüchtigten Auftritt der Sex Pistols in der Lesser Free Trade Hall (wo neben der Keimzelle von Joy Division auch die Keimzellen von The Fall, The Smiths, Simply Red und vermutlich noch 100 anderen wichtigen britischen Bands anwesend waren) wird schließlich beschlossen eine Band zu gründen, und wie bei Queen oder U2 ist es Zettel an einer Pinnwand (hier: im Plattenladen) der schließlich den Ball ins Rollen bringt. Ian Curtis meldet sich und bald ist die Band komplett.

Spätestens nach diesem Einstieg werden die Beschreibungen von Sumner immer vager, er will und/oder kann keinen tieferen Blick in sein Innerstes gewähren. Der Selbstmord von Ian Curtis dürfte für ihn ein einschneidendes Erlebnis gewesen sein. Doch der Absatz in dem er via Telephon die traurige Nachricht erhält ist nicht einmal eine halbe Seite lang - und die Beschreibung wie er sich danach gefühlt hat nimmt gerade sieben Zeilen in Anspruch. So geht es dann munter weiter: Immer wieder werden kleine Anekdoten eingestreut (wie z. B. die wo -zig Leute im Aufzug standen um zu einer Party zu gelangen und niemand den Knopf gedrückt hat), doch wenn es zu einem interessanten Theman kommt wird dieses sehr distanziert (fast als sei er selbst gar nicht dabeigewesen) abgehandelt. Das gilt auch für fast alle Personen, insbesondere jedoch für Bandmitglieder (bis auf Peter Hook). Gillian Gilbert beispielsweise wird laut Register gerade auf 11 Seiten erwähnt, ihr Ausstieg (krankheitsbedingt) bei New Order wird erst erwähnt als sie bei der Band wieder einsteigt. Sein eigenes Privatleben bleibt komplett außen vor, eine erste Ehe wird in einem Satz erwähnt, die Söhne erscheinen zwei- oder dreimal in dem Buch und seine zweite Frau Sarah kommt auch nur sehr selten vor. Wie und wo sie sich kennengelernt haben bleibt ebenso im Dunkeln wie die Hintergründe der finanziellen Schwierigkeiten von Factory Records (die nur angedeutet werden) oder beispielsweise die Entscheidung von Joy Division keine Singles auf den Alben zu haben - eine Veröffentlichungspraxis die Ende der 1970er schon ziemlich 'out' gewesen ist. 

Nein, man erfährt insgesamt erschreckend wenig auf diesen 300 Seiten, und wenn man kein genauer Kenner der Veröffentlichungen von New Order ist steht man gelegentlich etwas auf verlorenem Posten da, denn weder werden sämtliche Alben erwähnt noch wird konsequent chronologisch erzählt. Letzteres wäre nicht so schlimm, wenn häufiger zumindest eine Jahreszahl genannt werden würde. So aber bleibt am Ende die Frage wieso sich Bernard Sumner die Mühe (?) gemacht hat seine Geschichte aufzuschreiben. Vielleicht ist es doch irgendwie die Trauer über die zerbrochene Freundschaft zu Peter Hook. Vielleicht hatte er auch einfach gerade nichts besseres zu tun. Wer jedenfalls kein großer Fan der genannten Bands ist hat sicher bessseres zu tun als diese halbgare Autobiographie zu lesen.


Bernard Sumner: New Order, Joy Division Und Ich (Koch International, Hannibal: ISBN 978-3-85445-471-7)

Samstag, 16. Mai 2015

Donnerstag, 14. Mai 2015

Freitag, 1. Mai 2015

Bank VII

September - 2012 - September

Samstag, 18. April 2015

6. Gratis Comic Tag

Sicher auch beim Comichändler Deines Vertrauens! Und wie immer gilt: Kaufen, kaufen, kaufen, denn die Gratiscomics sind für den Händler nicht gratis.

Mittwoch, 1. April 2015

Bank VI

September - 2012 - September

Samstag, 28. März 2015

Sonntag, 22. März 2015

Ray Cokes: My Most Wanted Life


Ray Cokes: My Most Wanted Life
Ray Cokes war mal ein Star. Nein, das ist nicht ganz richtig: Ray Cokes war mal DER Star des Fernsehsenders MTV Europe. Damals, als es das Internet noch nicht gab (von Twitter ganz zu schweigen) und Mobiltelephone noch nicht verbreitet, gab es nur die Möglichkeit via Brief (a.ka. „auf dem Postweg“), per Telephon oder mittels Fax (eine Art Schwarz-Weiß- Fernkopierer) mit einem Fernsehsender oder einer bestimmten Sendung in Kontakt zu kommen. SO lange ist das schon her. Aber damals war nicht alles schlecht, denn das „M“ in MTV stand mal tatsächlich für „Musik“ und Ray war 1992 bereits 34 Jahre alt als er mit der Sendung „MTV’s Most Wanted“ ein wenig Fernsehgeschichte schreiben sollte und sich fast unauslöschlich in die Herzen und Hirne von Millionen Fans im Alter von 15 bis 35 grinste. Heute wäre sowas undenkbar (und wenn man an den Kindergarten denkt mit dem wenig später ein Sender namens VIVA loslegen sollte…), damals hat man einfach gemacht.

Der Ruhm von Ray Cokes scheint kaum zu verblassen, auch wenn das alles schon gut 20 Jahre her ist. Heute lebt er in Belgien und ist Jurymitglied bei „Belgium’s Got Talent“. Und warum auch nicht? Die wirklich interessante Geschichte des Raymond Cokes wurde nun in Form einer Autobiographie veröffentlicht, und diese ist extrem unterhaltsam. Auf der Isle of Wight geboren, verlebte er seine Kindheit mehr oder weniger auf oder in der Nähe von Marinebasen (der Vater war in der Royal Navy) in Großbritannien, Nordirland, Südafrika und auf Mauritius. Nach einer (abgebrochenen) Ausbildung zum Koch geht er nach Belgien um dort tatsächlich Küchenchef zu werden. Doch er wird auch Vater und landet nach ein paar Zwischenstationen schließlich beim belgischen Fernsehen. Von dort gelingt der Sprung zurück auf die Insel: MTV Europe startet und Ray wird sofort angeheuert … und beinahe sofort wieder gefeuert, nachdem er bei der Eröffnungszeremonie nicht nur Elton John (ausgerechnet!) verärgert, sondern auch die Chefetage des Senders. Wie gesagt: Beinahe. Der Rest ist (wie es so schön heißt) Fernsehgeschichte. Nach dem unrühmlichen Ende bei MTV fällt Cokes in ein Loch und versucht über ein Jahrzehnt lang wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Dabei bleibt er sich selbst treu, läßt verschiedene Möglichkeiten vorüberziehen, heiratet und verliert seine Frau, wird sogar depressiv und (Internet-)sexsüchtig. Erst im neuen (noch immer aktuellen) Jahrtausend scheint er wieder auf der Erfolgsspur zu sein. Nach diversen Jobs im französischen Fernsehen landet er schließlich bei „Belgium’s Got Talent“ und genießt seine Rolle dort.

Das alles (und noch viel mehr) erzählt Ray Cokes mit dem ihm eigenen Humor, der ihm offenbar nie auszugehen scheint (bis auf die Tiefphase nach der Trennung von seiner Frau). Witzig, kurzweilig und angefüllt mit den interessantesten, saftigsten und auch traurigsten Erinnerungen an seine Zeit bei MTV (und anderen großen und kleinen Sendern) sowie Anekdoten von Take That über The Cure bis U2 ist "My Most Wanted Life" eine Achterbahn der Gefühle. Nicht immer verläuft alles glatt im Leben und nicht immer sind die Umstände so wie man sie haben möchte. Viele große und kleine Egos (auch und gerade von den Leuten im Hintergrund: Kameraleute, Assistenten, Produzenten...) müssen ertragen oder ignoriert werden. Doch mit dem erwähnten Humor, einem offenbar doch irgendwie vorhandenen Arbeitsethos (Cokes bezeichnet sich immer wieder als Punk) und der gelegentlichen Hilfe von mehr oder weniger illegalen Substanzen (dem Leser wird so gut wie nichts erspart) läßt es sich aushalten und trotz finanzieller Unwägbarkeiten ein letztlich gutes Leben leben. Was mehr kann man sich (und ihm) wünschen?

Die lesenswerte Autobiographie von Ray Cokes gibt es bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, eine signierte (englischsprachige) Version ist ebenfalls erhältlich. 


P.S.
Ray, if you're reading this (which you won't): You do seem like an all right bloke!

Freitag, 13. März 2015

Mittwoch, 11. März 2015

Tocotronic Live 2015

Wunderschöne geprägte (!) Karte: Tocotronic Live 2015
Tocotronic machen nicht nur die feinste deutschsprachige Musik, nein sie sind auch Ästheten. Anders kann man diese Konzertkarte (Numero 32!) nicht erklären. Interessant auch: Wohl erstmals in ihrer langen Karriere spielen die Tocos in Bielefeld nicht im Forum sondern in einer ungleich größeren Lokalität. Ich für meinen Teil freue mich drauf!

Sonntag, 8. März 2015

Wenn ihr euren Weg geht/Gehe ich den meinen - Eine Absage an U2



Es hat lange gedauert bis ich mich von U2 begeistert zeigen konnte. Vage erinnere ich mich an "Pride", einprägender waren Songs wie "Streets" oder "With Or Without You". Als aber "Achtung Baby" veröffentlicht wurde (und ich mich schon vorher an eine grottenschlechte illegale Aufnahme namens "Rotterdam" verliebt hatte) war es um mich geschehen. Hier war eine Band aus ihrem eigenen Schatten herausgetreten und versuchte etwas völlig anderes als bisher. Sicher, im Laufe der Zeit konnten die Ironie-Anfälle des Sängers auch mal nerven, aber die Songs waren (und sind) großartig, das Album klingt wie aus einem Guss, die dazugehörigen Videos waren auch nicht schlecht und die Tournee…. ja, die Tournee war wohl so ziemlich das großartigste Live-Erlebnis der Dekade. Mindestens. Da kam später auch die Popmart-Tour nicht mehr mit.
Wie gern erinnere ich mich an Larry, der sich an das Seil, welches von einem zur Diskokugel umgemodelten Trabbi herunterhing, hängte um eben jenen Trabbi in Drehung zu versetzen und somit die ganze Westfalenhalle in die Milchstraße verwandelte. Die perfekte optische Umsetzung von "Satellite Of Love".

Schon damals saßen einige wenige Personen hinter (!!) der Bühne, was mich ziemlich fassungslos machte. Viele Jahre später stand dann eine riesige Bühne in der Mitte (naja…) von Fußballstadien und versprach beste Rundumsicht. Das ist auch (und gerade) in einem Stadion natürlich ziemlich weit hergeholt und da die Band es nicht geschafft hat das Schlagzeug rotieren zu lassen, wurde bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen, auch nur in eine Richtung gespielt. Mission not accomplished, doch angesichts der Wahnsinnsbühne fiel das eigentlich niemandem so richtig auf und vermutlich war das auch gar nicht wichtig. Wichtig war nur, dass man (wieder) dabeigewesen ist, eine Menge Photos geschossen hat und noch seinen Enkeln davon erzählen kann.

Nun gibt es also seit Monaten ein neues Album und eine neue Tour. Anderswo habe ich es schon einmal geschrieben, aber der Vollständigkeit halber gehört es auch in diesen Text: Ich mag das Album nicht. Wie bei "All That You Can't Leave Behind" und dem Album mit der Bombe im Titel erfasst mich nach ungefähr der Hälfte eine unglaubliche Langeweile. Ich verstehe schon was das alles soll und so (Rückblick, Selbstreflexion und/oder Nabelschau), aber ich finde es -pardon- einfach nicht gut umgesetzt. Vielleicht ist es wie bei dem verunglückten "Pop": Die Songs sind da, aber die Produktion nicht? Keine Ahnung, jedenfalls reißt mich das Album überhaupt nicht mit und dieser widerliche Deal mit einem widerlichen die Welt beherrschen wollenden Konzern hätte es auch nicht gebraucht. Einmal bin ich persönlich gar nicht so technikverrrückt, andererseits glaube ich ein Album von U2 bekommt auch ohne Gratis-Download (oder sollte ich sagen: Automatik-Download?) genügend Aufmerksamkeit. Dafür sollte man (und KANN man) durchaus Dankbar sein, doch scheinbar ist das nicht genug. Nein, es kommt mittlerweile nur noch auf die schiere Größe an: Wie viele Menschen haben das Album zwangsruntergeladen? Wie viele haben zumindest reingehört? Das ist von höchstem Interesse für einen gewissen Sänger. Mich jedoch interessiert das alles nicht, da mich die Songs nicht packen, tut mir leid. 


U2 mögen vieles sein, aber ein Konzeptalbum (*schluck*) steht ihnen einfach nicht. Bono ist ein großer Geschichtenerzähler, aber eben wie auf "Achtung Baby" sollten diese Geschichten erst zwischen den Zeilen erkennbar sein. Damals hatte er noch eine fast surreale Art Texte zu schreiben. Das war damals sicher nicht weniger harte Arbeit als heute konkrete Geschehnisse in (Song-)Textform zu gießen. Doch  damals (und auch noch auf "No Line On The Horizon" von 2009) hat es funktioniert und heute  tut es das eben nicht.

Und nun also in ein paar Wochen wieder eine Konzertreise. Schön. Keine Stadien - noch besser. Klar, der Vorverkauf würde übel werden, die riesige Nachfrage kann durch die wenigen Konzerte nicht befriedigt werden. Also kommen erstmal die Fanclub-Mitglieder dran, was auch völlig OK ist, denn ansonsten kann man denen auch wenig Gutes tun (an den jährlichen Geschenken haben sie ja auch immer was auszusetzen: Wieso schon wieder eine CD? Warum jetzt Vinyl? Was ist überhaupt ein "Schallplattenspieler?" usw.). Dann geht der Kartenverkauf weiter und das gemeine Volk darf ebenfalls welche kaufen, aber nur in Verbindung mit einer abzuschließenden Mitgliedschaft in besagtem Fanclub. Wow. Die Idee ist so geldgeil, dass ich kotzen könnte. Mal ehrlich: Was hat U2 nur so ruiniert? Neben den Stones und Metallica dürften sie die einzige Band sein die so ziemlich jedes Stadion der Welt füllen kann. Doch das ist immer noch nicht genug? Für mich ist das in jedem Fall schon zuviel, vor allem wenn ich sehe welche kreativen Ideen in die Welt gesetzt werden um noch die nächste Geldquelle des geneigten Fans anzuzapfen (und die Fans offenbar nur darauf gewartet haben). Und: 200 Euro in der besten Preiskategorie bin ich zwar durchaus bereit für eine Konzertkarte zu zahlen, aber nicht für U2, tut mir (nochmals) leid.

Seltsam an der ganzen Sache ist: Es berührt mich kaum. Vielleicht schafft die Band ja genau das, was sie offenbar schaffen möchte: Viele (neue) Fans/Hörer zu finden. Und haben sie nicht schon einmal gesagt sie können auf die alten Fans verzichten? Haben sie: Zur Zeit von "Achtung Baby". Da schließt sich also der Kreis. Für die Band, weil sie mit dem aktuellen Album auf die eigene Vergangenheit und Zeit der Unschuld zurückblickt, und für mich weil ich (wie damals die Fans des Joshua Trees) einfach nicht mehr mitkomme (wenn auch nur teilweise musikalisch, eher was die Vermarktung der Band angeht). Vielleicht ist es einfach an der Zeit, dass die Band ihren Weg geht und ich den meinen. Irgendwo sehen (und hören) wir uns vielleicht mal wieder. 

Das Album beginnt mit "The Miracle (Of Joey Ramone)". Schon beim durchaus gelungenen Vorgänger "No Line On The Horizon" (der aber offenbar nicht erfolgreich genug gewesen ist) wurde hier die denkbar schlechteste Möglichkeit der wichtigen (???) ersten Single gewählt: Die bratzige Guitahre macht definitiv keinen guten Song, das Teil ist so verungückt wie seinerzeit "All Because Of You" (wohl Bonos Vorstellung eines Punk-Songs). "Every Braking Wave" ist dann der zeite Titel und das mit Abstand beste Lied des Albums. In "California (There Is No End To Love)" soll die erste Reise in den goldenen Westen der USA beschrieben werden. Die Beach Boys (ausgerechnet!) werden beschworen, doch Bono hätte sich lieber einen Sandkasten ins Studio liefern lassen sollen. Hier reimt sich nichts und die ganzen oh-oh's können den Song auach nicht retten. Live könnte daraus was werden (wenn Bono den Text nicht vergisst). Mit "Song For Someone" kommt dann endlich die Ballade, auf die die weiblichen Fans beim Konzert so sehnsüchtig warten. Warum auch nicht, hier finden endlich Text und Musik zusammen, definitiv der zweite Höhepunkt des Albums.

"Iris (Hold Me Close)" ist wieder mal ein Lied über des Sängers Mutter. Wie lange sind "I Will Follow" und "Lemon" schon her? Immerhin, es klingt zunächst dramatisch und Edges Guitahre erinnert an... ja, was eigentlich? Die frühen U2 halt, man darf gespannt sein in welchen Song dieser bei den Konzerten übergeht. "Volcano" ist wieder der Versuch einen ROCKsong zu schreiben, das abgesehen von der Basslinie rockt hier nichts, schon gar nicht der Refrain, der dämlicher nicht sein könnte: "Vol-ca-no/You don't wanna you don't wanna know". Weiter geht es mit dem nächsten Rückblick auf die vermeintlich unschuldige Zeit: "Raised By Wolves" ist die Erinnerung an einen Bombenanschlag, den ein ganz junger Paul H. miterlebte. Ein starkes Thema, ohne Frage, und auch kein schlechter Song. Vielleicht ist es sogar der interessanteste des Albums (auch wenn sich hier wieder nichts reimen will). Noch mehr Erinnerungen gibt es in "Cedarwood Road". Bono erzählt von Freundschaft, er schwelgt geradezu in seinen Gedanken an die alte Heimat, doch die Band scheint ganz woanders hinzuwollen, wieder finden Musik und Text nicht zusammen. 

"Sleep Like A Baby Tonight" ist musikalisch ganz klar eine (sagen wir) Verneigung vor Kraftwerk (ca. "Trans Europa Express"), zumindest bis Edge reinbratzt. Am Ende versucht sich Bono nochmals an seinem Falsett und bekommt es auch hin (so gerade). "This Is Where You Can Reach Me Now" soll wohl eine Hommage an Joe Strummer sein. Sie klingt etwas gefälliger als die für Joey Ramone, könnte aber auch irgendeine B-Seite sein (als es sowas noch gab). "The Troubles" ist kein schlechter Song für das Ende des Albums, vor allem da man hier tatsächlich mal eine Frauenstimme hört (nämlich die von Lykke Li). Es heißt hier "I have a will for survival/So you can hurt me then hurt me some more/ I can live with denial/ But you're not my troubles anymore". Nuff said.

Samstag, 7. März 2015

Tocotronic - Prolog (Official Video)

Am 01. 05. erscheint das neue Album der Tocos!



Sonntag, 1. März 2015

Bank V

Juni - 2012 - June

Samstag, 28. Februar 2015

'Dance Tonight'

Paul McCartney, der Meister des kleinen Songs hat hier seinen Spaß mit der eleganten Kylie Minogue. Ich bin nicht sicher ob ich ihre Gesangseinlage mag. Ein Spaß ist jedoch auch das Ende - sind das tatsächlich Muse, die da zu "Old Lang Sayne" schunkeln?

Sonntag, 1. Februar 2015

Bank IV

Dezember - 2011 - December

Samstag, 24. Januar 2015

Mythomania 2: Black Raven



Es ist soweit! Die zweite Staffel (bzw. der zweite Teil) von „Mythomania“ erscheint am 30.01.2015. Seit dem ich 2010 eine Originalzeichnung von Mythomania-Macher Derek Dirk Kim erwarb läuft dieses Projekt. Zunächst gab es auf YouTube eine erste Staffel, die ganz großartig ist. Nun erscheint die Fortsetzung, die durch eine Kickstarter-Kampagne ermöglicht wurde.



Worum geht es? In „Mythomania“ erleben wir den Alltag (?) einer Gruppe von Comicnerds und vor allem Comiczeichnern, die versuchen ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Künstlerischer Mißerfolg und ein nicht ganz einfaches Liebesleben inklusive. Während sich die erste Staffel auf die (vermeintliche) Hauptfigur Andy Go (Jeremy Arambulo) konzentrierte, steht jetzt dessen Mitbewohner Tony (großartig: Ace Gibson) im Mittelpunkt. Eine Schreib- und Zeichenblockade macht ihm das Leben schwer. Sogar die Beziehung zu seiner japanischen Freundin Maki (Narisa Suzuki) geht ihm auf die Nerven. Das geht soweit, daß er den von ihm erfundenen Superhelden „Black Raven“ (den er seit seinem 6. Lebensjahr zeichnet) aufgeben will. Doch „Black Raven“ läßt sich nicht so leicht abschütteln – ganz im Gegensatz zu besagter Freundin, die er mit Hilfe seines anderen Mitbewohners Mark (Chris Peterson) loswerden möchte. Als ob das nicht genug Konfliktpotential hat gibt es noch Makis Cousin (Shinichiro Shimizu) sowie eine Bedienung (Lucas Durham) die auf jeweils ihre eigene Weise Tony das Leben nicht gerade erleichtern.

Autor und Regisseur Derek Kirk Kim schafft es mit leisem Humor das Leben seiner Alters- und vor allem Zeichengenossen vor uns auszubreiten. Der ruhige Erzählstil wird perfekt von der immer ruhigen Kamera unterstützt und so ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild, welches von den Darstellern nahezu perfekt abgerundet wird.  Es bleibt zu hoffen, daß das diese Fortsetzung nicht das Ende von „Mythomania“ bedeutet. Immerhin brauchte Derek Kirk Kim über zwei Jahre um sie zu realisieren. Zwischenzeitlich ging er (wie er selbst in einer Nachricht an die Unterstützer der Kampagne schrieb) bankrott – „financially, emotionally and spiritually“. Da er schon an der mangelnden Unterstützung der ersten Staffel verweifelte muß man sich als Fan wohl auf das Schlimmste gefasst machen, vor allem da auch der Ursprung von "Mythomania", der Comic "Tune" sich offenbar nicht so gut verkauft hat wie erhofft. Lasst uns gemeinsam die Daumen drücken, denn Derek Kirk Kim hat ein unglaubliches Talent fürs Geschichtenerzählen!

Mythomana 2: Black Raven - ab 30.01.2015 für alle auf YouTube