Sonntag, 22. Mai 2016

The Happening

M. Night Shyamalan ist ein Verehrer von Alfred Hitchcock. Das ist erstmal gut. Leider hat er sich wohl gedacht er könne "Die Vögel" neu inszenieren. Ganz schlechte Idee: Aus den wirklich üblen Krähen und Möwen werden hier Pflanzen und die Bedrohung nur durch den Wind "sichtbar". Was nun wirklich nach einem B-Movie aus den 1970ern klingt wird auch leider so geschauspielert: Mark Wahlberg ist nun wirklich nicht gerade die erste Garde und aus ihm wird einfach kein Lehrer, auch wenn man ihm einen Pollunder (!) zum anziehen gibt. Und selbst wenn: Ein Pollunder tragender Lehrer verspottet sicher nicht die Co-Rektorin seiner Schule als "dunklen Lord" (so cool sind Lehrer in Pollundern einfach nicht).

Vielleicht sollte man sich generell nicht mit der Logik von Horror(?)-Filmen auseinandersetzen, aber hier bleiben einfach eine Menge Fragen: Was ist mit den Sprachstörungen bevor eine Reihe Selbstmorde beginnt? Warum bringen sich nicht ALLE Menschen um sondern nur einige aus einer Masse? Warum sehen die offenbar nicht betroffenen alle anderen rückwärts laufen? Und vor allem: Wie schafft man es mit so einer dünnen Story Hollywood Geld aus dem Ärmel zu leiern? Glücklicherweise ist der Film nach etwa 90 Minuten vorüber, bei der dünnen Story hätte es auch nicht für mehr gereicht. Man mag sich nicht vorstellen, was der "Director's Cut" (Werbung: "Noch brutaler") zu bieten hat, denn die Schockelemente dieser Version wirken schon extrem aufgesetzt und passen so gar nicht zu den Stohpuppen, die anfangs von Wolkenkratzern fallen.

"The Happening"
USA/IND, 2008
Regie: M. Night Shyamalan

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