Sonntag, 14. August 2016

The Wicker Man (2006)

Wann hat eigentlich der Niedergang des Nicolas Cage begonnen? Als er vor 10 Jahren dieses Remake als Produzent und Schauspieler anging - war er da noch jemand oder bereits auf dem absteigenden Ast? Eigentlich ist das aber auch egal, denn dieser Film ist nicht nur einer der übelsten mit Herrn Cage, es handelt sich um einen der dämlichsten Filme und eins der beklopptesten Remakes überhaupt. Gleich fünf Nominierungen für die Goldene Himbeere sprechen eine deutliche Sprache.

Wo das Original aus den frühen 1970ern noch als Low-Budget-Film mit einer interessanten (aber eher nicht so toll umgesetzten) Geschichte daherkam (ein seltsamer Mix aus Horror, Erotik, Musical und Detektivgeschichte) setzt dieser Film auf einige (wenige) Schockmomente und einen ständig belämmert dreinschauenden Hauptdarsteller. Die Erotik des Originals wurde durch die prüden Amerikaner komplett gestrichen, die religiösen Bezüge (und Dialoge) auf ein Minimum reduziert. So bleibt von der Geschichte nichts übrig was sie überhaupt noch in der Realität verankern könnte und als Zuschauer fragt man sich ständig was das alles soll und vor allem wann der Film endlich sein Ende findet. Glücklicherweise ist der Spuk nach gut 90 Minuten vorbei und man kann sich noch über eine kleine Szene mit James Franco freuen (die aber im Grunde völlig unnütz ist). Verschwendete Zeit!

"The Wicker Man", USA/CDN/D, 2006
Regie: Neil LaBute

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