Sonntag, 13. November 2016

The Office

Ricky Gervais ist wohl einer der lustigsten Menschen Großbritanniens, vielleicht sogar der Welt. Spätestens wenn er anfängt zu lachen (oder zu kichern) kann man sich selbst kaum noch halten, egal um was es geht. Das kann man bei seinen zahllosen TV-Auftritten im britischen Fernsehen bewundern (zu sehen natürlich auf YouTube). 

"The Office" stand ziemlich am Anfang seiner Karriere. Er spielt den Chef eben jenes Büros einer Papierhandelsfirma, überschätzt sich dabei ständig und ist überhaupt nicht eben beliebt - trotz (oder wohl eher: wegen) seiner Scherze, über die vor allem er selbst ständig lacht. Die Komik dieser Serie liegt aber eher nicht in den politisch unkorrekten Witzen, sondern in der Gestik und Mimik von Gervais (und der von Martin Freeman, der zur Zeit des Drehs ebenfalls eher unbekannt gewesen ist). Seine eher hilflosen Versuche die Stimmung aufzubessern und ein guter Chef zu sein sind schon fast mitleiderregend, aber eben nur fast. Im Grunde ist er ein Arschloch, dem folgerichtig gekündigt wird. Doch am Ende gibt es auch für ihn einen Hoffnungsschimmer.

"The Office" war die Inspiration für "Stromberg", wobei diese Serie keineswegs nur eine billige Kopie ist, sondern fast für sich selbst steht. Der größte Unterschied ist sicher die Tatsache, daß "The Office" es nur auf zwei Staffeln (sowie ein zweiteiliges Weihnachtsspecial) brachte. Die Einschaltquoten waren ursprünglich eher mies, so daß alle mehr als überrascht gewesen sind als es doch mit den Dreharbeiten zu einer zweiten Staffel losging. Gervais (der die Serie mit STephen Mechant ersann und drehte) wollte danach nicht weitermachen, ebensowenig die anderen Schauspieler. Dafür allein gebührt ihm schon Dank und Respekt. Schließlich hören die wenigsten auf wenn es am schönsten ist.

Nach gut 10 Jahren entschied sich Ricky Gervais seinen Charakter wieder hervorzuholen: Er drehte einen Kinofilm, nahm ein Album auf und ging auf Tour. Großartig.

"The Office", UK 2001/2003

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